Risiko- und Chancenbericht

 

Die Risiken und Chancen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Daimler-Konzerns haben können, und detaillierte Informationen zu unserem Risiko- und Chancenmanagementsystem wurden in unserem Geschäftsbericht 2013 im Risiko- und Chancenbericht dargestellt. Im Übrigen verweisen wir auf die Hinweise zu den vorausschauenden Aussagen am Ende dieses Lageberichts.

Zu Beginn des dritten Quartals 2014 haben sich die konjunkturellen Risiken für die Weltwirtschaft eher erhöht, was insbesondere an den gestiegenen politischen Risiken liegt. Diese liegen einerseits in einer Eskalation zwischen Russland und den westlichen Nationen, wobei an erster Stelle eine sich beschleunigende Spirale von Sanktionen und Gegensanktionen stünde. Andererseits bergen die erheblichen Spannungen im Mittleren und Nahen Osten ein Bedrohungspotenzial für die Entwicklung der Rohölpreise. Weiterhin bleiben insbesondere jene Volkswirtschaften, die aufgrund außenwirtschaftlicher Ungleichgewichte auf den Zufluss von Kapital angewiesen sind, anfällig für Wachstumseintrübungen. In den USA überraschte der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal und hat Zweifel an Nachhaltigkeit und Dynamik des Aufschwungs befördert. In der Europäischen Währungsunion zeigten sich die Peripherieländer bislang eher stabil, aber von einer vollkommenen Entwarnung bezüglich der Staatsschuldenkrise sind wir noch entfernt, und zudem bestehen gerade hier noch deflationäre Risiken. In China bestehen unvermindert Sorgen, ob es am Finanzmarkt möglichweise zu unkontrollierten Entwicklungen kommt, sei es beispielsweise das Platzen der Kreditblase, die Insolvenz verschiedener Anlageprodukte oder ein Einbruch des Immobilienmarktes. Der Umbau der chinesischen Wirtschaft birgt zudem weiterhin die Gefahr einer „harten Landung“. Auf der Chancenseite steht weiterhin an erster Stelle eine rasche Beruhigung und konjunkturelle Erholung der Schwellenländer. Sollten sich die politischen Spannungen im Mittleren und Nahen Osten rasch legen, so würde sich ein fallender Rohölpreis positiv auswirken.

Darüber hinaus hat sich unsere Einschätzung der Risiken und Chancen seit der Vorlage des Geschäftsberichts 2013 nicht wesentlich verändert.

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